Phototalk – Vortrag über Gerhard Richter

“Manchmal denke ich, ich sollte mich nicht Maler nennen, sondern Bildermacher. Ich bin mehr an Bildern interessiert als an der Malerei“

Gerhard Richter ist ein deutscher Maler, Bildhauer und Fotograf


Seine Werke sind auf dem Kunstmarkt die teuersten eines lebenden Künstlers.Zu Beginn der 1960er Jahre benutzte er erstmals Fotografien als Vorlagen für seine Gemälde, ein Verfahren, das er danach regelmäßig aufgriff. Es handelt sich um Fotos aus Illustrierten, alte private Fotos und später fertigte er für seine Bilder eigene Aufnahmen an. Richter veränderte die Fotos in dem  er sie größer abmalt und überwiegend in grau-weiß auf die Leinwand überträgt. Diese fotorealistische Methode ist durch eine verwischt wirkende Unschärfe gekennzeichnet, die den Realismus der Vorlagen verfremdet. Später arbeitet er auch auf Glas. Dazwischen liegen Vermalungen von grauen Wolkenbilder, unscharfen abstrakten Bilder. Es handelt sich um Bilder, welche den Entstehungsprozess erahnen lassen und doch verschleiern.

Seine Werke stehen in direktem Bezug zu den gesellschaftlichen Prozessen der letzten 60 Jahre.

Mit dem Zyklus der 15 Gemälde „ 18.Oktober 1977 „ malte er unterschiedlich verwischten Gemälde von Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Holger Meins, die die unpersönlichen Bildtitel Tode, Erhängte und Erschossener erhalten. Diesen verkaufte er an das MOMA in New York, damit niemand in Deutschland Anspruch darauf erheben kann.

Es folgen viele andere Epochen, wie das Domfenster in Köln, die werde ich im Vortrag erläutern.

Unser Mitglied Renate wird uns an diesem Abend seine Werke präsentieren und natürlich auch jede Menge seiner Werke zeigen. Renate ist keine Kunsthistorikerin, aber sehr interessiert an der Vielfältigkeit der Arbeiten von Gerhard Richter.

Wir freuen uns auf einen tollen Abend.

 

Beginn: 20 Uhr

Eintritt frei.