Rückblick auf die Arbeit der letzten 10 Jahre von Stefan Hornig

Was tun, wenn man weder Saxophon spielen kann, noch sportlich begabt ist? Für eines unserer jüngsten Lichtwert Mitglieder Stefan Honig war diese Frage schnell beantwortet, man werde Fotograf.

In seinem Vortrag berichtete Stefan von eindrucksvollen Erlebnissen aus der journalistischen Fotografie, den Ausflügen auf die Theater Bühnen und seinen neuesten Fotoprojekten im Studio.

Vor allem aber faszinierte er sein Publikum mit Fotografien von helfenden Menschen in Notsituationen, hierbei war es ihm besonders wichtig die Szenerie so einzufangen, dass obwohl man keine Verletzten auf den Fotos zu sehen bekommt, der Eindruck und das Ausmaß des Unfalls klar zu erkennen ist. Besonderen Ausdruck verleihe Stefan durch das Weglassen der “geschwätzigen” Farbe. Schwarz-Weiß Aufnahmen fokussieren den Blick auf den Inhalt und die Aussage der Szene.

Als Fotojournalist für diverse Zeitungen im Norden Deutschlands, begab er sich in selbst für ihn gefährliche Situationen und fand sich beispielsweise neben einem vollbewaffneten und mit schusssicherer Weste ausgestattetem Polizisten, selbst jedoch nur mit einer Presseweste bekleidet, wieder.

Für Stefan und seine Fotografien heißt es vor allem dicht am Geschehen dran zu sein, da wundert es auch nicht, dass er bei wildfremden an der Tür klingelt und darum bittet von ihrem Balkon den Auslöser zu drücken. Aber was bedeutet dicht dran? Stefan beantwortet diese Frage wie folgt: wenn du denkst du bist dicht dran, dann geh ruhig noch einen Meter weiter. Nicht nur am Motiv dicht dran zu sein sondern auch inhaltlich ist seine Devise. Die Nähe zum Fotografen müsse jedoch erst gelernt werden, nicht jeder kann auf Anhieb damit umgehen, dass sich jemand mit einem Fotoapparat im Anschlag bis auf wenige Zentimeter heran wagt, um beispielsweise einen Maikäfer auf der Nase zu knipsen. Gerade zu Zeiten des Unfalls von Lady Diana in Paris war es nicht leicht als Fotograf nah heranzukommen.

Nach einigen Jahren als Berufsfotograf entschied sich Stefan wieder für einen trockenen Bürojob, denn wer sein Hobby zum Beruf macht, hat kein Hobby mehr, das war doof.

Nun wurde er mit Unterstützung eines anderen Lichtwert Mitglieds, Jan Hoffmann, an die Thematik Studio Fotografie herangeführt. Sonne, Licht und Schatten selbst zu machen ist schon geil, meinte Stefan. So kam er auch zu Lichtwert und wird sich in der nächsten Zeit besonders beim Model-Sharing von den Ideen und Umsetzungen der anderen Fotografen für seine Arbeiten inspirieren lassen.

Wir wünschen ihm viel Spaß dabei! Vielen Dank für deinen interessanten Vortrag, Stefan!

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