Die Zusammenarbeit mit einem Modell (Teil 1) – Kai Mattler

Das Fotografieren von Menschen, speziell in den Bereichen in denen man mit Modellen arbeitet, erfordert – neben der Kenntnis des eigenen Equipments – eine weitere Komponente die gerne vernachlässigt wird: der Umgang mit Menschen.
Die Zusammenarbeit mit einem Model kann man in drei Teile gliedern: das Booking des Models, das Shooting selbst und am Ende die Übergabe der Fotografien und/oder des Honorars. Jedem dieser Aspekte werde ich einen kleinen Beitrag widmen. Starten werden wir mit dem ersten Teil:

 

Teil 1 – Das Booking

Der professionelle und respektvolle Umgang mit eurem Model beginnt schon vor dem Shooting. Wenn ihr nicht gerade mit professionellen Modelagenturen arbeitet und ihr eure Modelle hautsächlich auf der Model-Kartei, der Fotocommunity oder im privaten Bereich sucht, ist die erste “Ansprache” schon ein wichtiger Meilenstein um zu einem erfolgreichen Booking zu kommen. Dieser erste Kontakt wird meist in Schriftform stattfinden. Seltener telefonisch oder persönlich.

Um Deine Chancen zu erhöhen solltest du folgende Punkte in der Kommunikation beachten:

  • Jedes Anschreiben sollte persönlich sein. Lies dir vorher die Sedcard des Models durch. Geh in deinem Anschreiben auf die Aspekte die du auf der Sedcard findest ein. Benutze den Namen/Pseudonym des Models. Geh eventuell auf ein Foto auf der Secard ein das dazu führte, dass du diese Person angeschrieben hast. Keine unpersönlichen Massenanschreiben!
  • Respektiere die Shootingbereiche des Models. Wenn du Jemanden für einen Akt suchst und die Person hat dies ausgeschlossen, gar nicht erst anschreiben. Das sollte ein No-Brainer sein.
  • Beschreibe möglichst im Detail was du vor hast. Beispielfotos sind sehr gute Hilfsmittel. Auch ein Link zu deinen bisherigen Arbeiten ist hilfreich. Versuche das Interesse des Models zu wecken!
  • Ich gebe auch schon beim ersten Anschreiben meine kompletten Kontaktdaten mit. Ich schaffe auf diesem Weg Vertrauen.
  • Ebenfalls in das erste Anschreiben gehört die Art des Shootings: Pay oder TfP. Damit beiden Seiten klar ist, wie die “Vergütung” aussieht und es nicht zu Missverständnissen kommt.
  • Der Ort des Shootings, Indoor oder Studio, sowie Datum, Uhrzeit und geschätzte Dauer sind wichtige Informationen. Auch ob du mit einer Begleitperson einverstanden bist.
  •  Achte auf ein gutes “Deutsch” und eine korrekte Rechtschreibung. Lies Dir dein Anschreiben vor dem versenden nochmals durch! Nutze eine Rechtschreibkorrektur!

Kai MattlerKai Mattler

Hier ist ein Beispiel für ein Anschreiben das ich erstellt habe (den Namen des Models hab ich natürlich entfernt):

“Hallo XYZ,
ich suche für ein Shooting ein männliches Model das sich im HipHop-Stil wohl fühlt. Dabei habe ich deine SC gefunden die ich sehr interessant finde. Ich will eine kleine Serie im Fashionstil schießen. Es dreht sich dabei um HipHop-Kleidung und parallel dazu um Vermummung. Ich habe auf deiner Sedcard mehrere Fotos gesehen die mein Interesse geweckt haben, da diese schon in eine ähnliche Richtung gehen. Damit du dir das ganze besser vorstellen kannst hier mal einige Beispielfotos:

(Beispielfoto 1-  Beispielfoto 2 – Beispielfoto 3)

Einige meiner bisherigen Arbeiten findest du hier:

(Mein Fotostream auf Flickr)

Hast du die entsprechenden Klamotten und eventuell Interesse an solch einem Shooting?
Es handelt sich dabei um ein Tfp-Shooting (Du bekommst alle Fotos und 5 Bearbeitungen deiner Wahl).
Termin wäre der 02.02.2014 ab 14 Uhr in Mannheim.

Über eine Zusage würde ich mich freuen. Hast du Fragen, kannst du dich gerne melden!
Meine Kontaktdaten lauten: Kai Mattler Musterweg 1 in 67346 Speyer Mail: erreiche@michhier.de Mobilnummer: 0171–5555 5555

Viele Grüße Kai”

Kai Mattler

Solltest Du noch Fragen haben oder Anmerkungen kannst Du diese gerne in den Kommentaren hinterlassen. Eine rege Diskussion zum Thema würde uns natürlich freuen!
Im nächsten Teil werde ich auf den respektvollen Umgang mit dem Model im Shooting selbst eingehen. Meine eigenen Arbeiten findet Ihr auf Flickr, auf meinem Blog “Russenknipse” und selbstverständlich sollte hier auch der Link zu meiner Fotografensedkarte auf der Model-Kartei nicht fehlen.

Kai Mattler
Kai Mattler

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